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Programm:
Sie werden Publikum und teilnehmender Zuschauer sein, ohne es zu wissen.
Treffen Sie uns zwischen 12. Mai und 16. September an öffentlichen
Schauplätzen wie Ämtern, Lokalen oder Transportmitteln in Städten und
Gemeinden des Industrieviertels.
Wie ein Stein, der ins Wasser fällt und kreisförmige Wellen schlägt,
lösen unsere Szenen Reaktionen und Diskussionen aus. Passanten werden
unvermittelt zum Publikum und Mitstreiter.
Im Anschluss an (fast) alle Szenen geben wir uns als Theatergruppe zu
erkennen.
Lesen Sie auf diese Seite ab Mai über das Ergebnis
der einzelnen Aufführungen.
Projekt/Veranstalter: Theater-ImBiss
Projektleitung: Ernst Tauchner, Geraldine Kilgus
Mitwirkende:
Didi Fischer
Geraldine Kilgus
Loic Rolin
Manuela Stachl
Ernst Tauchner
Brigitte Wimmer
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Ich sehe was, was du nicht siehst
Stellen Sie sich vor, Sie stehen an der Bushaltestelle. Neben Ihnen hat ein
Pärchen einen heftigen Streit. Was tun? Einmischen? Oder nicht?
Der brasilianische Autor und Regisseur Augusto Boál entwickelte in den 50er-
und 60er-Jahren unter dem Begriff „Theater der Unterdrückten“ mehrere Formen
von politischem Agitationstheater, darunter das „Unsichtbare Theater“. Dabei
werden gesellschaftspolitisch relevante Themen auf öffentlichen Plätzen auf
eine Art inszeniert, die von den Passanten nicht als Theater wahrgenommen
wird und daher in ihren emotionalen Reaktionen authentisch und real Wirkung
zeigen.
Zu Alltagsthemen wie Telefonieren in der Öffentlichkeit, Kindererziehung,
einem Seitensprung, Arbeitslosigkeit oder verbaler Gewalt werden kleine
Dramen in Szene gesetzt – konfliktbeladen und in emotionalen Ausbrüchen
mündend. Sie ziehen die Aufmerksamkeit auf sich und werfen für die
Umstehenden wesentliche Fragen auf: Darf ich mich da einmischen? Was geht
mich der Streit von Fremden an! Oder habe ich vielleicht sogar die Pflicht
zur Stellungnahme?
Von der Tatkraft und Zivilcourage der Zuseher hängt es ab, ob ihnen die
Szenen völlig egal bleiben, ob sie sich zum Nachdenken anregen lassen oder
sogar aktiv eingreifen, etwa zum Schutz einer angegriffenen Person. Wie auch
immer diese Entscheidung ausfällt, eines ist sicher: zwischen Mai und
September und hoffentlich darüber hinaus werden sie den öffentlichen Raum
nicht nur im Industrieviertel mit anderen Augen sehen.
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Ergebnisse der
einzelnen Aufführungen
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Links
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